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Vergleich · 6 Min.

Laser oder IPL?

Laser und IPL können das Haarwachstum über einen längeren Zeitraum deutlich reduzieren. Beide Verfahren arbeiten mit Licht, unterscheiden sich aber bei der verwendeten Technik und bei den möglichen Einsatzbereichen.

Die wichtigste Frage ist deshalb nicht einfach, welche Methode „besser“ ist. Entscheidend ist, welches Verfahren zu Haut, Haaren, Körperregion und gewünschtem Aufwand passt.

Wie funktionieren Laser und IPL?

Beim Laser wird Licht einer bestimmten Wellenlänge gezielt auf das Haar gerichtet. Das Pigment im Haar nimmt die Energie auf und wandelt sie in Wärme um. Diese Wärme wirkt auf den Haarfollikel und kann das weitere Haarwachstum langfristig reduzieren.

IPL steht für „Intense Pulsed Light“. Anders als beim Laser wird kein einzelner Lichtstrahl mit nur einer Wellenlänge verwendet, sondern ein breiteres Spektrum an Licht. Auch hier ist das Pigment im Haar der entscheidende Angriffspunkt.

Schematische Darstellung: IPL-Licht trifft breit auf mehrere Haare, Laserlicht gezielt auf ein einzelnes Haar

Was ist der Unterschied?

Der wesentliche Unterschied liegt zunächst in der Lichtquelle. Bei professionellen Lasern kommen beispielsweise Alexandrit-, Dioden- oder Nd:YAG-Laser zum Einsatz. Welcher Laser verwendet wird, spielt insbesondere bei unterschiedlichen Hauttypen eine Rolle.

IPL ist technisch vielseitiger aufgebaut und wird sowohl professionell im Studio als auch in Geräten für zu Hause eingesetzt.

Bei dunklen Haaren und vergleichsweise heller Haut sind grundsätzlich beide Methoden interessant. In einer randomisierten Studie zur Behandlung der Achseln konnten sowohl IPL als auch ein Diodenlaser das Haarwachstum deutlich reduzieren. Nach zwölf Monaten lag die durchschnittliche Haarreduktion in dieser konkreten Studie bei 52,7 % für IPL und 69,2 % für den Diodenlaser. Die Ergebnisse einer einzelnen Studie lassen sich allerdings nicht auf jede Körperregion, jedes Gerät und jeden Hauttyp übertragen.

Und bei dunkler Haut?

Hier kommt es besonders auf die verwendete Technik an. Das Licht soll möglichst stark vom Haar und möglichst wenig von der Haut aufgenommen werden. Bei stärker pigmentierter Haut kann deshalb die Wahl der Wellenlänge entscheidend sein.

Für dunklere Hauttypen werden unter anderem langwellige Laser wie Nd:YAG eingesetzt. Studien und Übersichtsarbeiten zeigen, dass Laserbehandlungen auch bei dunkleren Hauttypen möglich sind, wenn Wellenlänge und Behandlungseinstellungen entsprechend angepasst werden.

Bei IPL für zu Hause sollte dagegen immer die Freigabe des konkreten Geräts beachtet werden. Nicht jedes Gerät ist für jeden Hautton geeignet.

Was passiert bei hellen Haaren?

Laser und IPL benötigen ausreichend Pigment im Haar. Schwarze und braune Haare bieten deshalb grundsätzlich die besten Voraussetzungen. Je heller das Haar wird, desto schwieriger wird es für das Licht, den Haarfollikel gezielt zu erreichen.

Bei sehr hellblonden, roten, grauen oder weißen Haaren sind die Möglichkeiten von Laser und IPL daher deutlich eingeschränkt.

Was ist günstiger?

Das hängt stark davon ab, wo und wie viel du behandeln möchtest.

Bei professionellen Behandlungen zahlst du in der Regel pro Sitzung oder Körperregion. Bei Home-IPL zahlst du hauptsächlich für das Gerät und kannst es anschließend mehrfach verwenden. Dafür musst du die Behandlung selbst durchführen und den empfohlenen Behandlungsplan einhalten.

Das Wichtigste auf einen Blick

Laser
Gezieltes Licht mit definierter Wellenlänge. Besonders interessant, wenn eine professionelle Behandlung gewünscht ist oder Haut- und Haarfarbe eine sorgfältige Auswahl der Technik erfordern.

IPL
Breitbandiges Licht. Es gibt professionelle Anwendungen und Geräte für zu Hause. Home-IPL kann besonders interessant sein, wenn regelmäßig größere Körperbereiche behandelt werden sollen.

Elektroepilation
Keine lichtbasierte Methode und deshalb besonders relevant, wenn das Haar wenig Pigment enthält oder nur einzelne Haare behandelt werden sollen.

Fazit

Laser und IPL können beide zu einer langfristigen Reduktion des Haarwachstums führen. Eine pauschale Rangfolge gibt es nicht. Haarfarbe, Hautton, Körperregion und Haarmenge entscheiden maßgeblich darüber, welche Methode sinnvoll erscheint.